Knoblauchlauch erfolgreich anbauen
Der Allium ist eine beliebte Zierstaude mit dekorativen Blüten. Die meisten Arten bilden eine unterirdische Zwiebel, die als Speicherorgan dient. Das Laub ist in der Regel laubabwerfend, linear oder bandförmig, manchmal basal, und kann beim Zerdrücken einen leichten Knoblauch- oder Zwiebelgeruch verströmen. Das auffälligste Merkmal ist der robuste Blütenstiel, oft hoch und aufrecht, der an seinem Ende einen doldenförmigen Blütenstand trägt. Diese Dolden sind meist kugelförmig (dicht kugelig), können aber auch halbkugelförmig, sternförmig oder herabhängend sein. Die Blüten sind klein, sternförmig und blühen in einer breiten Farbpalette, von reinem Weiß bis zu tiefem Violett, über Rosa, Blau, Gelb und Grün.
Artikelübersicht
Ein wenig Geschichte über Allium
Lateinischer Name: Allium spp.
Ordnung: Spargelartige
Familie: Amaryllidaceae
Gattung: Allium
Art: Mehrere hundert Arten, viele davon als Zierpflanzen kultiviert.
Die Geschichte des Alliums
Die Gattung Allium ist weit verbreitet und kommt natürlicherweise in den gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre vor, insbesondere in Europa, Asien und Nordamerika. Obwohl viele Allium-Arten (Knoblauch, Zwiebel, Lauch) seit Jahrtausenden für ihre kulinarischen und medizinischen Zwecke kultiviert werden, hat sich das Interesse an ihren Zierqualitäten erst in jüngerer Zeit entwickelt. Arten wie Allium giganteum sind aufgrund ihres architektonischen Wuchses und ihrer beeindruckenden Blütenstände zu Stars der Gärten geworden.
Etymologie
Der Name Allium leitet sich direkt vom lateinischen Namen für Knoblauch ab und unterstreicht die botanische Verbindung zu dieser bekannten Gewürzpflanze. Einige glauben, dass er vom keltischen "all" stammen könnte, was "brennend" oder "scharf" bedeutet, in Anlehnung an die geschmacklichen Eigenschaften einiger Arten.
Synonyme und andere Namen: Zierknoblauch, Zierlauch.
Anekdoten
Zierallium werden aufgrund ihrer kugelförmigen Dolden auf hohen Stielen oft als "Feuerwerk" bezeichnet, das im Garten erstarrt ist. Ihre Blüten sind sehr nektarreich und ziehen Bienen und andere Bestäuber an, was sie zu einer Bereicherung für die Artenvielfalt im Garten macht. Viele Sorten eignen sich auch hervorragend als Schnittblumen und können für Blumenarrangements getrocknet werden.
Wichtigste Unterarten und Sorten
Die Gattung Allium bietet eine große Vielfalt an Ziersorten, jede mit ihren einzigartigen Eigenschaften in Bezug auf Größe, Form und Farbe. Zu den beliebtesten gehört der Allium giganteum, ein Riese im Garten mit seinen imposanten violetten Kugeln. Der Allium 'Globemaster' konkurriert mit seinen sehr großen violett-mauve Dolden im Spektakel. Für ein intensives Purpur ist der Allium 'Purple Sensation' eine klassische und sehr geschätzte Wahl. Wenn Sie luftigere Formen bevorzugen, bietet der Allium christophii, oder persischer Sternknoblauch, lockere Dolden, die aus einer Vielzahl kleiner sternförmiger Blüten bestehen. Der Allium sphaerocephalon, der Kugellauch, zeichnet sich durch seine kleinen purpurroten, eiförmigen Köpfe aus. Für kleinere Flächen oder Rabatten bietet der Allium karataviense, der Turkestan-Lauch, einen kompakten Wuchs mit breiten Blättern und einer dichten graurosa Dolde. Und schließlich ist der Allium moly, der Goldlauch, perfekt für einen leuchtend gelben Akzent, während der Allium 'Mount Everest' mit seinen weißen, imposanten Dolden beeindruckt.
Wie kultiviert man Allium?
Technische Informationen
Schwierigkeitsgrad: 1 (einfach)
Pflanzdichte: Variabel je nach Sorte; im Allgemeinen 10 bis 30 cm zwischen den Zwiebeln für einen Masseneffekt.
Lebenszyklus: Mehrjährig
Vermehrungsart: Sexuell (durch Samen) oder vegetativ (durch Teilung der Zwiebeln oder Brutknollen).
Bestäubungsart: Entomophil (durch Insekten).
Klima und Boden
Klimazone und Winterhärte: Der Allium ist sehr winterhart, passt sich den meisten gemäßigten Klimazonen an und ist frostbeständig (je nach Art bis zu -15°C bis -20°C).
Bodenart: Bevorzugt einen leichten, gut durchlässigen Boden, auch wenn er nährstoffarm ist. Schwere, feuchte Böden können zu Fäulnis der Zwiebeln führen.
pH-Wert: Neutraler bis leicht alkalischer Boden.
Feuchtigkeit: Während der Wachstumsperiode feuchter Boden, aber gut durchlässig, um Staunässe, besonders im Winter, zu vermeiden.
Standort: Volle Sonne. Ein sonniger Standort ist entscheidend für eine reiche Blüte und robuste Stiele.
Temperatur: Verträgt Temperaturschwankungen gut, von Winterkälte bis Sommerhitze.
Frostbeständigkeit: Ausgezeichnete Frostbeständigkeit. Die Zwiebeln können das ganze Jahr über im Boden bleiben.
Wie gelingt die Pflanzung?
Pflanzzeit: Von September bis November (Herbst), vor dem ersten Frost.
Art der Pflanzung: Zwiebelpflanzung.
Keimtemperatur: Nicht zutreffend für Zwiebeln.
Notwendigkeit einer Kälteperiode: Ja, Winterkälte ist essentiell für eine gute Frühlingsblüte der Zwiebeln.
Einweichen: Nicht notwendig.
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Abstand:
In der Reihe: 10 bis 30 cm je nach gewünschtem Effekt (enger für ein dichtes Beet).
Zwischen den Reihen: 20 bis 40 cm.
Pflanztiefe: Im Allgemeinen 2 bis 3 Mal die Höhe der Zwiebel. Zum Beispiel wird eine 5 cm hohe Zwiebel 10-15 cm tief gepflanzt.
Keimzeit: Die Blätter erscheinen im Frühling.
Ausdünnen: Nicht zutreffend.
Umpflanzen: Nicht zutreffend.
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Standorte und Bedingungen:
Unter Schutz: Nicht notwendig, die Zwiebeln sind winterhart und werden direkt ins Freiland gepflanzt.
Freiland: Direkte Pflanzung in ein Beet, einen Steingarten oder als Randbepflanzung. Kann auch in Töpfen kultiviert werden.
Pflege und Kultivierung
Bodenvorbereitung: Verbessern Sie die Drainage bei schwerem Boden, indem Sie beim Pflanzen Sand oder Kies hinzufügen.
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Bewässerung:
Häufigkeit: Moderat.
Menge: Während Trockenperioden im Frühjahr und während der Blüte gießen, besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung.
Zeitraum: Im Frühling und Frühsommer.
Werkzeuge: Gießkanne oder Gartenschlauch.
Jäten: Halten Sie den Bereich um die Zwiebeln unkrautfrei, besonders am Anfang.
Mulchen: Eine leichte Mulchschicht kann helfen, den Boden feucht zu halten und Unkraut zu begrenzen.
Winterschutz: Nicht notwendig, die Pflanze ist sehr winterhart.
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Ernte
Pflanzenteil: Blüten und Blütenstiele werden für frische oder getrocknete Sträuße geerntet.
Zeitraum: Von April bis Juli, je nach Art und Sorte. Die Blüte kann mehrere Wochen dauern.
Stadium: Schneiden Sie die Blütenstiele, wenn die Blüten gut geöffnet sind, für Sträuße. Für Trockensträuße schneiden Sie sie direkt nach der Vollblüte ab.
Durchschnittlicher Ertrag: Jede Zwiebel produziert in der Regel einen einzigen Blütenstiel pro Jahr, aber die Horste werden mit der Zeit dichter.
Anbautechniken
Fruchtwechsel
Als mehrjährige Pflanzen, die wegen ihrer Blüten angebaut werden, unterliegen Zieralliums nicht den gleichen Rotationszwängen wie Gemüse. Um die Vitalität der Horste zu erhalten und die Anhäufung von Krankheiten zu verhindern, ist es jedoch gut, die Zwiebeln alle 3 bis 5 Jahre zu teilen und neu zu pflanzen, idealerweise, wenn möglich, an einem anderen Standort.
Technische Handgriffe
Stützen (optional): Sehr große Sorten benötigen möglicherweise eine Stütze, wenn sie dem Wind ausgesetzt sind oder wenn der Boden sehr reich ist und ein üppiges Wachstum fördert.
Verblühte Blumen abschneiden: Nach der Blüte können Sie verblühte Blüten (Köpfe) abschneiden, wenn Sie nicht möchten, dass sich die Pflanze selbst aussät, oder wenn Sie ein saubereres Aussehen bevorzugen. Lassen Sie das Laub auf natürliche Weise vergilben, bevor Sie es abschneiden.
Teilung der Zwiebeln: Alle 3 bis 5 Jahre, wenn die Horste zu dicht werden und die Blüte nachlässt, graben Sie die Zwiebeln nach dem Vergilben des Laubes (im Sommer) aus. Trennen Sie die Brutzwiebeln und pflanzen Sie sie neu, um Ihre Beete zu erneuern.
Konservierung und Lagerung
Konservierung von Schnittblumen: Schnittblumen halten sich sehr gut in der Vase. Zum Trocknen hängen Sie die Köpfe kopfüber an einem trockenen und luftigen Ort auf.
Konservierung von Zwiebeln: Die Zwiebeln können von Jahr zu Jahr im Boden bleiben. Wenn Sie die Zwiebeln zum Teilen oder Versetzen ausgraben, lagern Sie sie bis zur Neupflanzung im Herbst an einem kühlen, trockenen und belüfteten Ort.
Lagerdauer: Im Boden ist die Pflanze mehrjährig. Ausgegrabene Zwiebeln können mehrere Monate vor der Neupflanzung gelagert werden.
Verwendung des Alliums
Sonstiges: Der Allium wird hauptsächlich zu ornamentalen Zwecken verwendet: in Beeten, Rabatten, Steingärten, Blumenwiesen und in Töpfen. Ihre grafischen Formen und ihre spektakuläre Blüte machen sie zu attraktiven Dekorationselementen in einem Garten. Ihre getrockneten Köpfe können auch im Winter sehr ästhetisch wirken.
Tipps und Tricks
Für einen maximalen visuellen Effekt pflanzen Sie die Alliumzwiebeln in dichten Gruppen statt einzeln. Kombinieren Sie sie gerne mit Pflanzen, deren niedriges Laub das Laub des Alliums bedeckt, das dazu neigt, vor oder während der Blüte zu vergilben. Lassen Sie die verblühten Blütenköpfe stehen, wenn Sie ihre grafische Struktur im Winter schätzen.
Krankheiten und Schädlinge des Alliums
Krankheiten
Schädlinge
Zieralliums sind im Allgemeinen robust und kaum anfällig für Krankheiten. Echter Mehltau (weißer Belag) kann manchmal zum Ende der Saison am Laub auftreten. Eine gute Bodendrainage ist unerlässlich, um Zwiebelfäule zu vermeiden.
Alliums sind in der Regel wenig von Schädlingen betroffen. Schnecken und Nacktschnecken können sich im Frühjahr an jungen, zarten Trieben zu schaffen machen, doch die Schäden an ausgewachsenen Pflanzen bleiben oft begrenzt.