Christophine oder Chayote erfolgreich anbauen
Die Chayote, auch bekannt als Christophine, ist die Frucht einer mehrjährigen Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Diese Frucht, oft eiförmig oder birnenförmig, hat eine mehr oder weniger glatte oder faltige Schale und kann von hellgrün bis dunkelgrün variieren, manchmal sogar weiß sein. Ihr Fruchtfleisch ist hell, knackig und wässrig, mit einer weichen Textur im gekochten Zustand. Die Frucht enthält einen einzigen großen, flachen Kern.
Inhaltsverzeichnis des Artikels
Ein wenig Geschichte über die Christophine oder Chayote
Lateinischer Name: Sechium edule
Ordnung: Kürbisartige
Familie: Kürbisgewächse
Gattung: Sechium
Art: Christophine (oder Chayote)
Die Geschichte der Christophine oder Chayote
Die Christophine, ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammend, wird seit Jahrtausenden von präkolumbischen Zivilisationen, insbesondere den Azteken und Mayas, angebaut. Nach der Entdeckung der Neuen Welt wurde sie von den Spaniern in Europa und Asien eingeführt. Ihre Robustheit und einfache Kultivierung machten sie schnell zu einer beliebten Pflanze in vielen tropischen und subtropischen Regionen, insbesondere auf den Antillen und La Réunion, wo sie unter dem Namen "Christophine" zu einem Grundnahrungsmittel wurde.
Etymologie
Der Begriff Chayote stammt aus dem Nahuatl (Sprache der Azteken) "chayotli". Der Name Christophine ist antillischen Ursprungs und wurde wahrscheinlich in Anlehnung an Christoph Kolumbus oder die Einführung der Frucht durch die Kolonisten gegeben.
Synonyme und andere Namen: Chayote, Chouchou (La Réunion, Mauritius), Chouchoute (Neukaledonien), Chow-chow (Indien), Mirliton (Louisiana), Patate à chouchou (Antillen), Pâtisson (in Québec, kann aber mit der Kürbissorte Pâtisson verwechselt werden), Sou-sou (Guyana).
Geschmack
Die Christophine hat einen sehr milden und subtilen Geschmack, der oft mit dem von Zucchini oder Kartoffeln verglichen wird, aber nach dem Kochen eine leichte Kastaniennote aufweist. Ihr delikater Geschmack ermöglicht es ihr, sich vielen Zubereitungen anzupassen und die Aromen anderer Zutaten gut aufzunehmen.
Nährwerte
Die Christophine ist ein sehr kalorienarmes Fruchtgemüse (ca. 20 Kalorien pro 100g) und reich an Wasser. Sie ist eine gute Quelle für Vitamin C, Ballaststoffe und enthält auch B-Vitamine (B1, B2, B5, B6) sowie Mineralien wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen. Ihr Gehalt an Antioxidantien ist ebenfalls bemerkenswert.
Anekdoten
Die Christophine ist eine der wenigen Kürbisgewächse, deren Kern direkt im Inneren der Frucht keimt. Um sie anzupflanzen, vergräbt man oft die ganze Frucht oder einen Teil davon, was eine einzigartige Vermehrungsmethode ist. In einigen Kulturen sagt man, dass die Christophine Glück bringt und Fruchtbarkeit und Fülle symbolisiert. Ihre jungen Blätter und Ranken sind ebenfalls essbar und werden in einigen Küchen als grünes Gemüse verwendet.
Hauptunterarten und -sorten
Obwohl es keine unterschiedlichen "Unterarten" gibt, gibt es verschiedene Chayote-Sorten, die sich hauptsächlich durch ihre Farbe und Hauttextur unterscheiden:
Sorten mit glatter grüner Schale: Die häufigsten und am meisten angebauten.
Sorten mit stacheliger grüner Schale: Seltener, ihre Schale ist mit kleinen weichen Stacheln bedeckt.
Sorten mit weißer Schale: Seltener, ihr Fruchtfleisch ist oft etwas milder.
Wie man Christophine oder Chayote anbaut?
Technische Informationen
Schwierigkeitsgrad: 1 (leicht)
Dichte: 1 bis 2 Pflanzen / 10 m² (sehr bodendeckende Pflanze)
Lebenszyklus: Mehrjährig (wird aber in gemäßigten kalten Regionen oft als einjährig angebaut)
Vermehrungsart: Hauptsächlich durch das Pflanzen der ganzen Frucht oder durch Aussaat des Kerns.
Bestäubungsart: Fremdbestäubung (erfordert den Transport von Pollen zwischen Blüten verschiedener Pflanzen, oft durch Insekten).
Gewicht für 1000 Samen: Nicht anwendbar (ganze Frucht gepflanzt oder großer einzelner Kern).
Klima und Boden
Klimazone und Winterhärte: Die Christophine bevorzugt warme und feuchte Klimazonen ohne Frost. Sie ist frostempfindlich und verträgt keine negativen Temperaturen.
Bodenart: Reicher, tiefer, gut durchlässiger und frischer Boden.
pH-Wert: Neutral bis leicht saurer Boden (pH zwischen 6 und 7).
Feuchtigkeit: Frischer Boden, aber ohne übermäßige Staunässe.
Exposition: Sonnig. Benötigt viel Licht und Wärme, um gut zu fruchten.
Temperatur: Ideale Anbautemperatur über 20°C. Temperaturen unter 10°C können das Wachstum stoppen.
Frostbeständigkeit: Absolut nicht frostbeständig. Die oberirdischen Teile sterben bei den ersten Frösten ab.
Wie gelingt die Aussaat?
Aussaatzeit (Pflanzung): Von März bis Mai, nach den letzten Frösten, wenn der Boden gut erwärmt ist (Temperatur über 15°C).
Aussaatart (Pflanzung): Die ganze Frucht wird gepflanzt.
Keimtemperatur: Idealerweise über 15°C.
Notwendigkeit einer Kaltbehandlung: Nicht erforderlich.
Einweichen: Nicht anwendbar für die ganze Frucht.
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Abstand:
In der Reihe: 2 bis 3 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen.
Zwischen den Reihen: 2 bis 3 Meter bei mehreren Reihen.
Saattiefe (Pflanzung): Die Christophinenfrucht zur Hälfte eingraben, den breiteren Teil nach unten, wobei das Ende leicht herausragen sollte.
Keimzeit: Variabel, die Frucht keimt im Allgemeinen in wenigen Wochen.
Ausdünnen: Nicht anwendbar, da eine gepflanzte Frucht nur eine Pflanze ergibt.
Umpflanzen: Nicht empfehlenswert, sobald die Christophinenfrucht zu keimen begonnen und Wurzeln entwickelt hat. Es ist besser, direkt am endgültigen Standort zu pflanzen.
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Standort und Bedingungen:
Unter Schutz: Es ist möglich, die Frucht in einem Topf (20-25 cm Durchmesser) im Haus oder in einem beheizten Gewächshaus ab Februar-März keimen zu lassen, um einen frühen Start zu ermöglichen.
Freiland: Direkt ins Freiland pflanzen, nachdem keine Frostgefahr mehr besteht, in gut vorbereiteten Boden.
Pflege und Kultivierung
Umpflanzen: Wie bereits erwähnt, ist es vorzuziehen, die Frucht direkt zu pflanzen.
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Bewässerung:
Häufigkeit: Regelmäßige und reichliche Bewässerung, besonders bei trockenem und heißem Wetter und während der Fruchtbildung. Der Boden sollte feucht bleiben.
Menge: Reichlich gießen.
Zeitraum: Während des gesamten Anbaus, von der Blüte bis zur Ernte.
Geräte: Gießkanne oder Tropfbewässerungssystem.
Jäten: Es wird empfohlen, regelmäßig um die Pflanze herum zu jäten, besonders am Anfang.
Hacken/Unkrautjäten/Anhäufeln/Mulchen: Eine dicke Mulchschicht (Stroh, Grasschnitt) wird dringend empfohlen, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, Unkräuter zu begrenzen und eine stabile Temperatur am Fuß der Pflanze zu gewährleisten.
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Ernte
- Pflanzenteil: Man verzehrt die Früchte der Chayote, aber manchmal auch die jungen Triebe und die Wurzelknollen (die in Regionen gebildet werden, in denen sie mehrjährig ist).
- Zeitraum: Von September bis zu den ersten Frösten (in gemäßigten Regionen) oder das ganze Jahr über in tropischen Zonen.
- Stadium: Die Früchte ernten, wenn sie jung und zart sind, bevor die Schale zu hart wird. Sie sollten fest und glänzend sein. Je länger die Frucht an der Pflanze bleibt, desto größer wird sie, aber ihr Fruchtfleisch wird faserig und geschmacklos.
- Durchschnittlicher Ertrag: Eine einzige Chayote-Pflanze kann extrem produktiv sein und zwischen 50 und 100 Früchte oder sogar mehr produzieren, d.h. mehrere Dutzend Kilogramm pro Pflanze.
Anbautechniken
Fruchtwechsel
Die Chayote, als Kürbisgewächs, ist eine nährstoffhungrige Pflanze. Sie passt gut in eine Fruchtfolge nach Hülsenfrüchten (die den Boden mit Stickstoff anreichern) oder Wurzelgemüsekulturen. Es ist ratsam, mindestens 3 bis 4 Jahre zu warten, bevor man Chayote an derselben Stelle wieder anpflanzt, um eine Auslaugung des Bodens und die Ausbreitung spezifischer Krankheiten dieser Familie zu vermeiden.
Begleitpflanzen
Die Chayote profitiert von der Nähe bestimmter Pflanzen. Mais kann als natürliche Rankhilfe dienen. Kletterbohnen reichern den Boden mit Stickstoff an. Kapuzinerkresse kann als Blattlausfalle dienen, während Ringelblumen helfen, Nematoden abzuwehren. Basilikum und Minze können ebenfalls dazu beitragen, bestimmte Insekten abzuwehren.
Technische Maßnahmen
Aufleiten/Stützen: Dies ist die wichtigste Maßnahme. Als sehr kletternde und wüchsige Pflanze benötigt die Chayote unbedingt eine stabile Stütze (Rankgitter, Pergola, Zaun, großer Pfahl), um sich auszubreiten und damit die Früchte nicht auf dem Boden liegen.
Beschneiden (fakultativ): In Regionen mit kurzer warmer Jahreszeit kann man die Spitzen der Haupttriebe der Chayote entspitzen, um die Verzweigung und eine frühere Fruchtbildung zu fördern. In warmen Regionen ist ein Beschneiden weniger notwendig, kann aber helfen, das sehr üppige Wachstum zu kontrollieren.
Bodenvorbereitung: Den Boden vor dem Pflanzen der Chayote lockern.
Lagerung und Aufbewahrung
- Methode: Nach Bedarf ernten. Die Blätter der Chayote können frisch im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Dauer: Chayote-Blätter sollten umgehend verzehrt werden, da sie schnell welken.
Verwendung von Chayote
- Kulinarisch : Die Chayote kann sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden, obwohl das Kochen die gängigste Methode ist. Ihr neutraler Geschmack und ihre zarte Textur machen sie zu einem vielseitigen Gemüse. Sie kann als Gratin, in Suppen, als Püree, in Currys oder einfach gekocht oder gedämpft als Beilage zubereitet werden. In der Karibik ist sie die Basis für Gratins oder "Daubes" (eine Art Gemüseeintopf). Sie kann auch in dünne rohe Scheiben geschnitten als knackige Zutat in Salaten verwendet werden.
- Sonstiges: Neben der Frucht sind die jungen Triebe und Ranken der Chayote essbar und werden in einigen Küchen als grünes Gemüse verwendet. In tropischen Regionen kann die Pflanze auch Wurzelknollen entwickeln (auf La Réunion "Chouchou-Patate" genannt), die ebenfalls essbar sind und Kartoffeln ähneln.
Tipps und Tricks
Um eine Chayote-Pflanze zu starten, vergraben Sie eine ganze Frucht halb in einem Topf oder im Freiland, die breite Seite nach unten. Stellen Sie sicher, dass Sie eine sehr stabile Stütze für diese kletternde und kräftige Pflanze haben. Gießen Sie regelmäßig und reichlich, besonders in warmen Perioden. Ernten Sie die Früchte jung für besseren Geschmack und Textur. Eine einzige Chayote-Pflanze reicht oft aus, um eine ganze Familie zu versorgen!
Krankheiten und Schädlinge der Chayote
Krankheiten
Schädlinge
Die Chayote ist im Allgemeinen widerstandsfähig. Gelegentlich kann sie von Mehltau (weißer Belag auf den Blättern) betroffen sein, besonders am Ende der Saison oder bei trockenem und heißem Wetter. Ein guter Abstand und eine gute Luftzirkulation reduzieren die Risiken. Die Fruchtfliege kann in einigen tropischen Regionen ebenfalls ein Problem darstellen.
Schädlinge sind für die Chayote kein großes Problem. Schnecken und Nacktschnecken können junge Triebe angreifen, aber der Schaden an ausgewachsenen und kräftigen Pflanzen ist selten signifikant. Blattläuse können manchmal auftreten, werden aber oft von natürlichen Fressfeinden kontrolliert.