Erfolgreicher Anbau von Gartenkresse
Kapuzinerkresse, auch "Nasenrümpfer" genannt, ist der alte Name der Gartenkresse, einer Zwischenkultur mit besonders schneller Keimung. Ein kleiner Makel: Ihre Tendenz, sehr schnell zu schießen, zwingt Gärtner dazu, sie alle 2 bis 3 Wochen neu auszusäen. Der pikante, aber nicht brennende Geschmack der Gartenkresseblätter macht diese kleine Pflanze mit beeindruckendem Wachstum zu einem idealen Gewürz, das man Salaten oder gemischten Salaten beifügen kann.
Inhaltsverzeichnis des Artikels
Ein wenig Geschichte über die Gartenkresse
Lateinischer Name : Lepidium sativum
Ordnung : Brassicales
Familie : Brassicaceae
Gattung : Lepidium
Art : Gartenkresse
Die Geschichte der Gartenkresse
Wie bei vielen seit langem kultivierten Pflanzen ist der Ursprung der Gartenkresse ziemlich unklar. Es ist jedoch bekannt, dass ihr menschlicher Verzehr sehr weit zurückreicht. Die Ägypter, die Griechen und die Römer nutzten sie ausgiebig, und es sind letztere, die sie in ganz Europa verbreiteten.
Etymologie
Der Begriff "cresson" (Kresse) stammt von einem fränkischen Wort "kresso" gleicher Bedeutung ab, das nach dem deutschen "Kresse" vermutet wird und um 1170 zu "kerson" wurde. Im Griechischen ist "lepidion" (λεπιδιον) eine kleine Heilpflanze mit milchigem Saft (entsprechend dem großblättrigen Steinkraut). Dieser griechische Begriff "lepidion" stammt vom griechischen "lepis" (λεπίς) ab, was "Schale" oder "Schuppe" bedeutet, aufgrund der Form ihrer Früchte. Das Artspezifikum "sativum" kommt vom lateinischen "sativus" oder "sativa", was "kultiviert" bedeutet.
Geschmack
Die Gartenkresse hat einen scharfen und aromatischen Geschmack, der an den der Großen Kapuzinerkresse erinnert.
Nährwerte
Reich an Kalzium, Eisen, den Vitaminen K, C und B und sehr kalorienarm, gehört die Kresse zur Familie der Brassicaceae, deren positive Wirkungen gut bekannt sind.
Bei den Vitaminen sticht vor allem das Vitamin K1 hervor, da eine Portion Kresse mehr als 200 % der empfohlenen Tagesdosis liefert (wichtig für die Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit).
Anekdoten
Der Beiname "passerage" (Steinkraut) der Gartenkresse setzt sich zusammen aus "passe" (für das Verb passieren) und "rage" (Wut/Tollwut). Tatsächlich schrieb der Volksglaube dieser Pflanze die Tugend zu, Zahnschmerzen zu heilen.
Wichtigste Unterarten und Sorten
Wie man Gartenkresse anbaut?
Technische Informationen
- Schwierigkeitsgrad : 1
- Dichte : 200 bis 300 Pflanzen / m²
- Lebenszyklus : Einjährig
- Vermehrungsart : Sexuell
- Bestäubungsart : Fremdbestäubung durch Insekten.
- Gewicht für 1000 Samen : ca. 2,2 Gramm.
Klima und Boden
- Klimazone und Winterhärte : Gartenkresse gedeiht in allen französischen Klimazonen.
- Bodentyp : Leichter, frischer und humusreicher Boden.
- pH-Wert : Leicht alkalischer Boden.
- Feuchtigkeit : Gut durchlässiger und sehr feuchter Boden.
- Exposition : Halbschatten oder Schatten in warmen Regionen wie dem Midi.
- Temperatur : Ideal zwischen 15 und 22 °C.
- Frostbeständigkeit : Gartenkresse ist mäßig frostbeständig.
Wie gelingt die Aussaat?
- Aussaatzeit : März bis Oktober
- Aussaatart : Reihen- oder Breitsaat.
- Keimtemperatur : 18 bis 20 °C.
- Notwendigkeit einer Kälteperiode: Eine Kälteperiode kann die Keimung verbessern, ist aber nicht unerlässlich.
- Einweichen: Ein einstündiges Einweichen der Samen kann die Keimung verbessern, ist aber nicht zwingend erforderlich (zumal die Keimung ohnehin sehr gut ist).
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Abstand:
- In der Reihe: 2 bis 3 cm in der Reihe
- Zwischen den Reihen: 15 cm zwischen den Reihen.
- Saattiefe: Kaum bedeckt
- Keimdauer: 1 bis 3 Tage.
- Ausdünnen: Ausdünnen, wenn die Pflanzen 4 Blätter haben, alle 2 bis 3 cm, in Reihen mit 15 cm Abstand.
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Standort und Bedingungen:
- Geschützt: Aussaat in Saatschalen oder Kübeln, drinnen, von März bis Oktober.
- Freiland / ohne Schutz: Aussaat im Freiland, an einem geschützten Ort im Garten, von April bis September.
Pflege und Kultivierung
-
Bodenvorbereitung: Den Boden etwa 15 cm tief bearbeiten und dann eine Schicht reifen Kompost oder Pflanzerde auf die Oberfläche geben, um den Boden anzureichern.
- Umpflanzen: Kein Umpflanzen notwendig.
-
Bewässerung:
- Häufigkeit: 3-mal pro Woche gießen
- Menge: Reichlich gießen.
- Zeitraum: Während der gesamten Kultivierung.
- Werkzeuge: Gießkanne und Hacke oder Grubber.
- Hacken / Jäten / Anhäufeln / Mulchen: Regelmäßiges Hacken wird bis zum Anbringen einer Mulchschicht empfohlen.
- Winterschutz: Der Gartenkresse wird im Winter nicht angebaut.
- Erntezeit: Von April bis November, etwa einen Monat nach der Aussaat.
- Pflanzenteil: Man kann die jungen Triebe und gekeimten Samen verzehren. Die Blüten der Gartenkresse können auch in der Küche zur Dekoration von Gerichten verwendet werden.
- Stadium: Man erntet die Triebe, wenn sie zwischen 6 und 8 cm hoch sind, bevor die Blüten erscheinen.
Anbaumethoden
Fruchtwechsel
Die Gartenkresse ist wenig anspruchsvoll und kann daher alle 2 Jahre am selben Standort angebaut werden.
Begleitpflanzen
Die Gartenkresse ist eine gute Begleitpflanze für Radieschen, Karotten, Petersilie und Mangold.
Technische Handgriffe
Es wird empfohlen, die Blätter kurz vor der Blüte mit einer Schere an der Basis abzuschneiden, da ihr Geschmack danach schärfer wird.
Haltbarkeit und Lagerung
- Methode: Die jungen Triebe bodennah abschneiden oder nur die Blätter ernten und kühl lagern.
- Dauer: Die Gartenkresse hält sich nur wenige Tage.
Verwendung der Gartenkresse
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Kulinarisch: Sellerie-Kresse-Suppe ist ein gutes Beispiel für Rezepte, die man mit Gartenkresse zubereiten kann. Sie wird roh in Salaten oder zum Würzen von Fleisch, Rohkost, Gemüse oder Saucen verwendet. Gekeimte Samen werden in Salaten verzehrt.
- Sonstiges: Die Samen der Gartenkresse dienen zum Keimtest auf Kompost. Dies ist zweifellos die einfachste und zuverlässigste Methode, um den Reifegrad eines Komposts zu bestimmen. Samen der Pflanze werden auf befeuchtetem Kompost in einem luftdicht verschlossenen Glas gesät. Nach drei Tagen wird die Reife anhand des Keimprozentsatzes und der erhaltenen grünen Masse beurteilt.
Tipps und Tricks
Du kannst die Gartenkresse auch drinnen auf feuchter Watte aussäen, wie Keimlinge – perfekt für den schnellen Anbau in der Küche.
Krankheiten und Schädlinge der Gartenkresse
Krankheiten
Schädlinge
Die Gartenkresse scheint keine Krankheiten zu fürchten.
Die Gartenkresse ist anfällig (wie viele andere Pflanzen derselben Familie) für Erdflöhe. Die beste Lösung zur Bekämpfung ist die Installation eines Insektenschutznetzes. Eine Sprühanwendung von Brennnesseljauche kann ebenfalls ausreichen, um sie fernzuhalten.