Der Anbau von Cyclanthera gelingt
Die Cyclanthere, oder Klettergurke, ist eine einjährige Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie kann eine Höhe von 3 bis 5 Metern erreichen und klammert sich mit ihren Ranken an Stützen. Ihr Laub ist handförmig und in mehrere Lappen geteilt. Sie ist monözisch und trägt männliche Blüten (in Rispen) und weibliche Blüten (einzeln) an derselben Pflanze. Die Früchte, die wie kleine Kanus oder Paprikaschoten aussehen, sind jung hellgrün und glatt, werden aber bei Reife gelb und mehr oder weniger stachelig.
Inhaltsverzeichnis des Artikels
Ein wenig Geschichte über die Cyclanthere
Lateinischer Name: Cyclanthera pedata
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Gattung: Cyclanthera
Art: C. pedata
Die Geschichte der Cyclanthere
Ursprünglich aus den Anden stammend, wird sie seit Jahrhunderten in den tropischen Regionen Lateinamerikas angebaut, insbesondere in Peru, wo sie "Caigua" oder "Achocha" genannt wird. Ihre Frucht ist auf Keramiken der Moche aus dem 3. Jahrhundert dargestellt.
Etymologie
Der Gattungsname "Cyclanthera" leitet sich vom griechischen kuklos (Kreis) und anthos (Blume) ab, was sich auf die Form ihrer Staubblätter bezieht. "Pedata" bedeutet "fußförmig" und bezieht sich auf die Form ihrer Blätter.
Synonyme und andere Namen
Klettergurke, Anden-Gurke, Achocha, Caigua und Pepino Relleno
Geschmack
Der Geschmack der jungen Cyclantherenfrüchte erinnert an Gurken mit einer frischen Bohnennote. Reifere Früchte können einen paprikartigen Geschmack haben.
Nährwerte
Die Früchte der Cyclanthere sind kalorienarm und reich an Ballaststoffen. Sie sind auch traditionell für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt (Blutdrucksenkung, Arteriosklerose, Diabetes).
Anekdoten
Reife Cyclantherenfrüchte platzen auf, um ihre Samen zu verbreiten, was zu spontanen Sämlingen in Ihrem Garten führen kann, wenn Sie sie nicht rechtzeitig ernten.
Wie man Cyclanthere anbaut?
Technische Informationen
Schwierigkeitsgrad: 1
Pflanzdichte: 1 Pflanze pro m²
Lebenszyklus: Einjährig
Vermehrungsart: Aussaat
Bestäubungsart: Entomophil (durch Insekten)
Gewicht für 1000 Samen: Nicht angegeben, aber die Samen sind schwarz und mittelgroß.
Klima und Boden
Klimazone und Winterhärte: Frostempfindliche Pflanze, verträgt keine Temperaturen unter 0 °C.
Bodentyp: Humusreicher, frischer und gut durchlässiger Boden.
pH-Wert: Neutral (pH 6 bis 7)
Feuchtigkeit: Benötigt ständig frischen Boden, besonders im Sommer.
Exposition: Sonnig und warm.
Temperatur: Keimungsoptimum zwischen 15 und 20 °C.
Frostbeständigkeit: Keine, die Pflanze stirbt bei den ersten Frösten ab.
Wie gelingt die Aussaat?
Aussaatzeit: Von April bis Mai unter Schutz, nach den letzten Frösten im Freiland.
Aussaatart: In Töpfen für späteres Umpflanzen, oder direkt an Ort und Stelle in warmen Regionen.
Keimtemperatur: 15 bis 20 °C
Notwendigkeit einer Kälteperiode: Nein, aber ein Einweichen kann die Keimung fördern.
Einweichen: Das Einweichen der Samen 24 Stunden vor der Aussaat kann die Keimung beschleunigen.
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Abstand
In der Reihe: 1 m
Zwischen den Reihen: 1 m
Saattiefe: 1 bis 2 cm
Keimzeit: 1 bis 3 Wochen
Ausdünnen: Nur eine Pflanze pro Topf oder Horst stehen lassen.
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Orte und Bedingungen
Unter Schutz: Vorzugsweise im April-Mai für einen frühen Start.
Freiland: Nach den letzten Frösten, im Mai.
Pflege und Kultivierung
Bodenvorbereitung: Vor dem Pflanzen reifen Kompost einarbeiten. Umpflanzen: Nach den letzten Frösten die Setzlinge ins Freiland umpflanzen.
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Bewässerung
Häufigkeit: Regelmäßig, besonders in Trockenperioden.
Menge: Moderat, aber ausreichend, um den Boden feucht zu halten.
Zeitraum: Während der gesamten Kultur, morgens oder abends.
Hacken/Anhäufeln/Mulchen: Eine dicke Mulchschicht am Fuß ist unerlässlich, um die Feuchtigkeit zu bewahren und Unkraut zu begrenzen.
Winterschutz: Kein Schutz erforderlich, da die Pflanze einjährig ist und im Herbst abstirbt.
Erntezeit: Von Juli bis November, vor den ersten Frösten.
Pflanzenteil: Die Früchte und die jungen Triebe.
Stadium: Junge Früchte (ca. 5-8 cm) für den Rohverzehr ernten.
Durchschnittlicher Ertrag: Eine einzelne Pflanze kann 50 bis 100 Früchte produzieren.
Anbautechniken
Fruchtwechsel
Es wird empfohlen, 3 bis 4 Jahre zu warten, bevor an derselben Stelle eine andere Kürbispflanze angebaut wird.
Begleitpflanzen
Die Cyclanthère gedeiht sehr gut allein, kann aber mit niedrig wachsenden Pflanzen an ihrem Fuß kombiniert werden.
Technische Maßnahmen
Am Saisonende wird die Cyclanthère gefrostet und stirbt ab. Es genügt, sie zu entfernen.
Eine Rankhilfe (Gitter, Pergola usw.) ist unerlässlich, um das kräftige Wachstum der Cyclanthère zu stützen.
Lagerung und Aufbewahrung
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Art :
Frisch: Geerntete Cyclanthere-Früchte halten sich nur wenige Tage im Kühlschrank.
Eingelegt: In Essig eingelegte Früchte halten sich mehrere Monate.
Einfrieren: Es ist möglich, sie nach dem Blanchieren einzufrieren, aber das Ergebnis ist laut einigen Rückmeldungen oft enttäuschend.
Verwendung der Cyclanthère
Kulinarisch: Junge Früchte können roh im Salat gegessen oder wie Cornichons eingelegt werden. Reifere Früchte können gekocht, gefüllt, gebraten oder in Gerichte integriert werden.
Tipps und Tricks
- Lässt man die Früchte der Cyclanthère an der Pflanze reifen, kann man die Samen für das nächste Jahr ernten.
Nicht zu reife Früchte an der Pflanze lassen, da sie "explodieren" und ihre Samen verbreiten können.
Krankheiten und Schädlinge der Cyclanthère
Krankheiten
Schädlinge
Die Cyclanthère kann von Kryptogamenkrankheiten wie Echtem und Falschem Mehltau betroffen sein.
Junge Cyclanthère-Pflanzen sind anfällig für Schnecken und Nacktschnecken.