Rosmarin erfolgreich anbauen
Rosmarin ist ein Strauch mit immergrünem Laub und intensivem, an Garrigue erinnerndem Duft. Als Gewürz eignet sich sein schmackhaftes Laub ideal für Fleisch, Gegrilltes und Fisch. Er wächst wild im gesamten Mittelmeerraum und ist in vielen französischen Gärten zu finden.
Es ist auch möglich, eine kleine dekorative Hecke mit Rosmarin und seinen violetten Blüten zu gestalten.
Inhalt des Artikels
Ein wenig Geschichte über Rosmarin
Lateinischer Name : Rosmarinus officinalis
Ordnung: Lamiales
Familie: Lamiaceae
Gattung: Rosmarinus
Art: Rosmarin
Die Geschichte des Rosmarins
Ursprünglich aus den Mittelmeerregionen stammend, wächst Rosmarin dort wild. Er wird seit der Antike verwendet, da er böse Geister vertreiben soll. Die Griechen weihten ihn der Göttin Aphrodite, und die Römer stellten daraus Kränze her oder verbrannten ihn wegen seiner wohltuenden Wirkung.
Etymologie
Sein lateinischer Name ros marinus bedeutet « Tau des Meeres ».
Synonyme und andere Namen
Kranzkraut, Weihrauchstrauch,
Geschmack
Das Laub des Rosmarins hat einen würzigen Geschmack und einen sehr ausgeprägten Geruch.
Nährwerte
Rosmarin ist reich an Mineralien (Eisen, Mangan, Zink,...) und an den Vitaminen A und C. Er ist auch eine natürliche Quelle von Kohlenhydraten. Rosmarin ist seit Jahrhunderten dafür bekannt, die Gehirnaktivität zu stärken.
Anekdoten
Einer Legende nach soll Elisabeth, Königin von Ungarn, dank des berühmten "Ungarischen Wassers" auf Basis von Rosmarinblüten ihre jugendliche Schönheit bewahrt haben.
Hauptunterarten und -sorten
Man unterscheidet verschiedene Sorten wie den kriechenden Rosmarin oder den buschigen Rosmarin.
Wie man Rosmarin anbaut
Technische Informationen
- Schwierigkeitsgrad : 2
- Dichte : 3 bis 5 Pflanzen pro m²
- Lebenszyklus: Mehrjährig
- Vermehrungsart: Sexuell oder vegetativ durch Stecklinge
- Bestäubungsart: Fremdbestäubung, Bestäubung durch Insekten und Wind
- Gewicht für 1000 Samen: ca. 1,32 Gramm.
Klima und Boden
- Klimazone und Winterhärte: Rosmarin passt sich allen französischen Klimatypen an.
- Bodentyp: Leichter, steiniger und magerer Boden.
- pH-Wert: Neutraler Boden
- Feuchtigkeit: Gut durchlässiger und trockener Boden.
- Standort: Sonnig
- Temperatur: Rosmarin liebt Wärme und Trockenheit, ist aber im ersten Jahr seiner Produktion etwas empfindlich. In Regionen mit kalten Wintern sollte der Anbau im Topf bevorzugt werden.
- Frostbeständigkeit: Rosmarin ist mäßig winterhart. In Regionen mit kaltem Klima ist es besser, ihn im Topf anzubauen. Zudem ist sein Laub immergrün, was bedeutet, dass er es in warmen Regionen den ganzen Winter über behält.
Wie gelingt die Aussaat?
- Aussaatzeit: Aussaat von April bis Mai
- Aussaatart: Breitwürfig, in Horsten* oder in Reihen aussäen
- Keimtemperatur: 15 bis 21°C.
- Notwendigkeit einer Kälteperiode: Nicht notwendig
- Einweichen: Nicht notwendig
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Abstand
- In der Reihe: 30 cm
- Zwischen den Reihen: 50 cm
- Aussaattiefe: Kaum bedeckt
- Keimzeit: 18 bis 24 Tage
- Vereinzeln: Nach dem Auflaufen wird vereinzelt, um nur die kräftigste Pflanze jedes Horsts zu erhalten.
- Orte und Bedingungen:
- Unter Schutz : In Töpfen oder Anzuchtschalen aussäen, in einer leichten Mischung, im März unter temperiertem Schutz. Leicht mit Sand bedecken.
- Freiland / ohne Schutz : Im April oder Mai im Freiland, in kontinuierlicher Reihe, dünn aussäen.
Pflege und Kultivierung
- Umpflanzen: 2 Monate nach der Aussaat in Töpfen, im Gewächshaus oder in Kisten und wenn die Pflanzen gut entwickelt sind, werden sie im Abstand von 30 cm zwischen den Pflanzen und 50 cm zwischen den Reihen an ihren endgültigen Standort umgepflanzt.
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Bewässerung
- Häufigkeit: Sehr gelegentliche Bewässerung.
- Menge: Mäßige Bewässerung
- Zeitpunkt: Bei der Pflanzung und bei trockenem und heißem Wetter im ersten Jahr.
- Hacken/Mulchen: Regelmäßig hacken, um die Erde zu belüften. Im ersten Jahr bei starker Hitze mulchen, um den Boden feucht zu halten.
- Winterschutz: In warmen Regionen ist Rosmarin frostbeständig und benötigt daher keinen Winterschutz. In kalten Klimazonen ist es jedoch besser, ihn im Topf zu kultivieren und ihn bei starkem Frost umzustellen.
- Erntezeit: Das ganze Jahr über
- Pflanzenteil: Es werden die Blätter des Rosmarins verwendet.
- Stadium: Man kann 2 Jahre nach der Aussaat mit der Ernte beginnen.
Anbautechniken
Fruchtwechsel
Rosmarin kann mehrere Jahre an derselben Stelle bleiben, ohne den Boden zu erschöpfen. Er kann nach anspruchsvollen Kulturen wie Tomaten oder Kürbisgewächsen angebaut werden.
Begleitpflanzen
Rosmarin ist eine schädlingsabweisende Pflanze, die durch den Geruch ihrer Blätter Kohlpflanzen hilft, sich gegen den Kohlweißling zu verteidigen. Er schützt auch Rüben, Karotten und Salbei.
Gärtnerische Handgriffe
Rosmarin benötigt einen Pflegeschnitt, um seine kompakte Wuchsform zu erhalten und die Verzweigung sowie das Wachstum neuer Blätter zu fördern. Es wird empfohlen, zum Zeitpunkt der Blüte zu schneiden, was auch die Entnahme von Zweigen für die Konservierung ermöglicht.
Tipps und Tricks
Die geschnittenen Zweige können zum Anzünden von Grills oder Kaminen im Winter verwendet werden. Es ist ein sehr guter natürlicher Anzünder!
Konservierung und Lagerung
- Methode: Ernten Sie nach Bedarf. Es ist vorzuziehen, junge Zweige zu bevorzugen, die aromatischer sind. Für eine längere Konservierung trocknen Sie die Sträuße kopfüber an einem warmen, trockenen und luftigen Ort. Wenn die Zweige gut getrocknet sind, geben Sie den Rosmarin in ein Glas oder ein anderes luftdicht verschlossenes Glasgefäß, um das gesamte Aroma zu erhalten. Es ist auch möglich, ihn in kleinen Beuteln einzufrieren oder in Öl zu konservieren.
- Dauer: Getrockneter, gefrorener oder in Öl konservierter Rosmarin kann mehrere Monate aufbewahrt werden, verliert aber nach einem Jahr der Lagerung seinen Geschmack.
Verwendung von Rosmarin
- Kulinarisch: In der Provence ist Rosmarin in vielen kulinarischen Zubereitungen unverzichtbar. Allein oder in einem Kräutersträußchen, frisch oder getrocknet, passt er besonders gut zu Kalbfleisch, Ofenfisch oder Saucen auf Tomatenbasis.
Krankheiten und Schädlinge des Rosmarins
Krankheiten
Rosmarin wird manchmal von Botrytis cinerea befallen, was zu einer vollständigen Bräunung der Zweige und zum Austrocknen der Blätter führt. Die Zweige können sich krümmen und eine „Krücke“ bilden. Die Läsionen können zum Austrocknen eines ganzen Pflanzenteils führen. Die Symptome treten im Frühjahr (April) und/oder im Spätsommer (September) auf, insbesondere wenn die Saison regnerisch ist.
Es ist wichtig, längere Perioden von Feuchtigkeit und Hitze zu vermeiden.
Beim Schneiden von Rosmarin sollten saubere und glatte Schnitte gemacht werden.
Befallene Organe regelmäßig entfernen und nicht kompostieren, da die Sklerotien des Pilzes 5 Jahre im Boden überleben können.
Schädlinge
Rosmarin wird von der Zikade befallen, einem stechend-saugenden Insekt, das, wie der Name schon sagt, die Blätter sticht, die sich schließlich verfärben.
Zur Bekämpfung dieses Insekts können klebrige Farbfallen (rot oder gelb) aufgestellt werden, die die Zikade durch ihre Farbe anlocken: Das Insekt bleibt an der Platte kleben.