Der erfolgreiche Anbau von Frühjahrswicke
Die Sommerwicke ist eine einjährige krautige Pflanze mit kletterndem Wuchs, die eine Höhe von 30 bis 80 cm erreichen kann. Ihre Blätter bestehen aus Fiederblättchen, die in einer Ranke enden, mit der sie sich an ihrer Stütze festhalten kann. Die purpurvioletten Blüten entwickeln sich paarweise in den Blattachseln. Die Frucht ist eine Schote mit mehreren Samen.
Artikelübersicht
Ein wenig Geschichte über die Sommerwicke
Lateinischer Name : Vicia sativa
Ordnung : Fabales
Familie : Fabaceae (oder Hülsenfrüchtler)
Gattung : Vicia
Art : V. sativa
Die Geschichte der Sommerwicke
Die aus Europa, Nordafrika und Asien stammende Sommerwicke wird seit der Antike angebaut, hauptsächlich als Viehfutter und als Gründünger zur Anreicherung des Bodens.
Etymologie
Der Gattungsname Vicia ist der lateinische Name für Wicke. Das Epitheton sativa bedeutet "kultiviert".
Synonyme und andere Namen
Gewöhnliche Wicke
Nährwerte
Die Sommerwicke ist reich an Proteinen und Ballaststoffen, was sie zu einem hochwertigen Futter für Nutztiere macht.
Anekdoten
Die Sommerwicke ist ein wichtiger Bestandteil von "Gemenge"-Mischungen, einer Kombination aus Getreide und Hülsenfrüchten, die zur Futterproduktion bestimmt ist.
Wichtige Unterarten und Sorten
Die Vicia sativa ist die wichtigste angebaute Art. Man unterscheidet oft die Sommerwicke von der Winterwicke (Vicia villosa), die kältebeständiger ist und Ende des Sommers gesät wird.
Wie wird die Sommerwicke angebaut?
Technische Informationen
Schwierigkeitsgrad : Einfach
Aussaatdichte : Ca. 150 kg/ha bei Reinsaaten (d.h. 15 g/m²). Die Dichte wird bei Mischsaaten reduziert.
Lebenszyklus : Einjährig
Vermehrungsart : Aussaat
Art der Bestäubung : Entomophil
Klima und Boden
- Klimazone und Winterhärte : Wenig winterhart, frostempfindlich.
- Bodenart : Passt sich an viele Bodentypen an, bevorzugt aber lehmig-tonige, gut durchlässige Böden.
- pH-Wert : Idealerweise neutral bis leicht kalkhaltig, sie meidet zu saure Böden.
- Feuchtigkeit : Trockenheitstolerant, verträgt aber keine übermäßige Feuchtigkeit.
- Exposition : Sonnig.
- Temperatur : Die Aussaat erfolgt bei Bodenerwärmung nach den letzten Frösten.
- Frostbeständigkeit : Gering.
Wie gelingt die Aussaat?
Aussaatperiode : Im Frühjahr, von März bis Mai.
Aussaatart : Breitwürfig oder in Reihen.
Keimtemperatur : Nicht angegeben.
Notwendigkeit einer Kälteperiode : Nein.
Einweichen : Nein.
Abstand : Kein präziser Abstand für breitwürfige Aussaat.
Aussaattiefe : 1 bis 3 cm.
Keimzeit : 1 bis 2 Wochen.
Vereinzeln : Nicht zutreffend.
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Orte und Bedingungen
Unter Schutz : Nicht notwendig.
Freiland : Die Aussaat erfolgt direkt ins Freiland.
Pflege und Anbau der Kulturen
- Bodenvorbereitung: Der Boden muss gut vorbereitet und vor der Aussaat oberflächlich gelockert werden.
- Umpflanzen: Nicht zutreffend, die Aussaat erfolgt direkt ins Freiland.
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Bewässerung
Häufigkeit: Nicht erforderlich.
Menge: Nicht erforderlich, außer bei anhaltender Trockenheit, um das Keimen zu erleichtern.
Zeitraum: Bei Bedarf während der Aussaat.
Werkzeuge: Für die Ernte großer Flächen werden ein Mäher oder ein Rasenmäher verwendet.
Hacken/Anhäufeln/Mulchen: Zu Beginn des Wachstums kann eine Unkrautbekämpfung notwendig sein, um Konkurrenz zu vermeiden.
Winterschutz: Keiner, da die Frühjahrswicke eine einjährige Pflanze ist, die keinen Frost verträgt.
Erntezeit: Kurz vor der Blüte, bevor die Samen reifen.
Pflanzenteil: Die gesamte Pflanze.
Stadium: Als Gründünger vor der Blüte mähen.
Durchschnittlicher Ertrag: Der Ertrag hängt von der Nutzung (Gründünger oder Futter) und der Aussaatdichte ab. Er liegt bei 4 bis 6 Tonnen Trockenmasse pro Hektar.
Anbautechniken
Fruchtfolge
Die Frühjahrswicke ist eine ausgezeichnete Vorkultur, ideal vor stickstoffbedürftigen Kulturen.
Begleitpflanzen
Es wird empfohlen, sie in Mischkultur mit Frühjahrsgetreide (Hafer, Gerste) anzubauen, das ihr als Rankhilfe dient und ein Ausbreiten am Boden verhindert.
Technische Hinweise
In Mischkultur: Für maximale Effizienz wird oft empfohlen, sie in Mischkultur mit einem Getreide wie Hafer anzubauen. Das Getreide dient als Rankhilfe und verhindert, dass sich die Wicke am Boden ausbreitet, was ihr Wachstum und das Mähen erleichtert. Diese Mischung wird als Gemenge bezeichnet.
Wann mähen?: Das Geheimnis, um das Beste aus der Frühjahrswicke als Gründüngung herauszuholen, ist, sie zum richtigen Zeitpunkt zu mähen: kurz vor ihrer vollständigen Blüte. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze die größte Biomasse und den meisten Stickstoff angesammelt.
Nach dem Mähen: Sie können die geschnittene Frühjahrswicke an Ort und Stelle lassen, damit sie als Mulch dient und den Boden schützt, oder sie oberflächlich in die Erde einarbeiten, damit sie sich schnell zersetzt.
Konservierung und Lagerung
Für Futter
Methode: Die Pflanze wird zu Beginn der Blüte gemäht und dann getrocknet, um Heu herzustellen.
Lagerung: Das Heu wird an einem trockenen und belüfteten Ort gelagert, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Dauer: Das Heu der Frühjahrswicke ist trocken mehrere Monate, sogar ein Jahr haltbar.
Als Gründünger
Methode: In diesem Fall gibt es keine Lagerung. Die Frühjahrswicke wird vor der Samenbildung gemäht und dann entweder als Mulch an Ort und Stelle belassen oder direkt in den Boden eingearbeitet.
Für Samen
Methode: Die Samen der Frühjahrswicke können, sobald sie geerntet und gut getrocknet sind, für zukünftige Aussaaten aufbewahrt werden.
Lagerung: Sie werden an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert.
Dauer: Sie behalten ihre Keimfähigkeit mehrere Jahre lang.
Verwendung der Frühjahrswicke
Die Frühjahrswicke ist eine ausgezeichnete Bodenverbesserungspflanze dank ihrer Fähigkeit, Stickstoff zu binden und die Bodenstruktur zu verbessern.
Stickstoffbindung: Wie andere Leguminosen bildet sie Knöllchen an ihren Wurzeln. Diese Knöllchen beherbergen Bakterien, die Stickstoff aus der Luft aufnehmen und in eine für Pflanzen verwertbare Form umwandeln. Als Gründünger reichert sie den Boden auf natürliche Weise für nachfolgende Kulturen an.
Verbesserung der Bodenstruktur: Ihr dichtes Wurzelsystem belüftet den Boden und verbessert die Drainage. Nach dem Schnitt und dem Einarbeiten erhöht ihre Biomasse den organischen Anteil, was den Boden fruchtbarer und lockerer macht.
Tipps und Tricks
- Eine Mischung aus Frühjahrswicke und Hafer ist eine klassische und effektive Kombination für einen Gründünger.
Krankheiten und Schädlinge der Frühjahrswicke
Krankheiten
Schädlinge
Die Frühjahrswicke kann von Pilzkrankheiten befallen werden, insbesondere:
Rost: Er äußert sich durch kleine rostfarbene Flecken auf den Blättern.
Falscher Mehltau: Dieser Pilz kann gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen weißen Flaum auf der Unterseite verursachen.
Blattläuse: Diese kleinen Insekten können Kolonien auf den jungen Trieben der Frühjahrswicke bilden, was die Pflanze schwächt. Eine gute Belüftung und regelmäßige Kontrolle reichen in der Regel aus, um ihre Ausbreitung zu verhindern.