Erfolgreicher Anbau von Kardone
Die Kardy ist eine nahe Verwandte der Artischocke, zugleich robust und schmackhaft. Sie hat von ihrem Vorfahren, der Distel, geerbt: die Wuchskraft, den Geschmack und die Schönheit der Wildpflanzen. Sie ist gewissermaßen eine riesige Form der Distel. Dornenlose Sorten haben ihren Platz im Ziergarten. Die Kardy ist eine mehrjährige* Pflanze, die im Allgemeinen als einjährige* oder zweijährige* Pflanze kultiviert wird und viele mögliche Verwendungen in der Küche findet.
Inhaltsverzeichnis des Artikels
Ein wenig Geschichte über die Kardy
Lateinischer Name : Cynara cardunculus
Ordnung : Asterales
Familie : Astéracées
Gattung : Cynara
Art : Kardy
Die Geschichte der Kardy
Die Kardy stammt ursprünglich aus Südeuropa, dem Maghreb und Kleinasien. Es waren die hugenottischen Bauern aus dem Midi, die auf der Flucht vor den Religionskriegen und der Unterdrückung diese Pflanze im 16. Jahrhundert in die Schweiz brachten. Zuerst in der Gemeinde Plainpalais bei Genf angesiedelt, stießen nach dem Widerruf des Edikts von Nantes im Jahr 1685 weitere Wellen von Emigranten hinzu und breiteten den Anbau auf andere Regionen aus. Die Kardy gilt in den Vereinigten Staaten, Mexiko, Australien und in der Pampa in Argentinien als invasive Pflanze. Und doch war sie im Mittelalter im kapitulieren De Villis* aufgeführt. Heute ist die Schweiz das Zentrum des Kardyanbaus. In Frankreich ist ihr Anbau sehr begrenzt und lokal. Konzentriert sich im Rhônetal, betrifft er hauptsächlich die dornenlosen Sorten.
Etymologie
Der Begriff "cardon" wurde aus dem Okzitanischen "cardon" entlehnt, das vom spätlateinischen "cardon -onis" stammt. Kardy wird im Marokko gemeinhin als "taga" oder "koc l'beldi" und in Algerien und Tunesien als "khorchèf" bezeichnet.
Geschmack
Die Kardy hat einen Geschmack, der dem der Artischocke sehr ähnlich ist, und eine Textur, die der von Staudensellerie nahekommt.
Nährwerte
Die Kardy ist sehr reich an Vitamin B9 und Ballaststoffen. Sie ist sehr kalorienarm.
Anekdoten
Früher rieb man den Daumen kleiner Kinder mit den bitteren Blättern der Kardy ein, um sie vom Daumenlutschen abzuhalten.
Wichtige Unterarten und Sorten
Weiße Elfenbein-Kardy, Verbesserte weiße Kardy und Silberne Dornenkardy von Plainpalais.
Wie baut man Kardy an?
Technische Informationen
- Schwierigkeitsgrad : 1/3
- Dichte : 2 bis 3 Pflanzen/m²
- Lebenszyklus : Mehrjährig.
- Vermehrungsart : Geschlechtlich.
- Bestäubungsart : Fremdbestäuber
- Gewicht für 1000 Samen : 35 bis 50 Gramm.
Klima und Boden
- Klimazone und Winterhärte : Die Kardy schätzt milde und gemäßigte Klimazonen.
- Bodentyp : Tiefer, frischer und humusreicher Boden.
- pH-Wert : Neutral.
- Feuchtigkeit : Gut durchlässiger Boden.
- Exposition : Sonnig.
- Temperatur : Die Kardy schätzt Temperaturen über 12°C.
- Frostbeständigkeit : Bei zu vielen aufeinanderfolgenden Frösten kann das Laub absterben. Wenn die Temperaturen jedoch im Winter nicht unter -10°C fallen, erscheinen im Frühjahr trotzdem Blütenstände.
Wie gelingt die Aussaat?
- Aussaatzeit : Von April bis Mai.
- Aussaatart : Horstaussaat.
- Keimtemperatur : Von 12 bis 20°C.
- Notwendigkeit einer Kälteperiode : Nicht notwendig.
- Einweichen : Nicht notwendig.
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Abstand :
- In der Reihe: 1 m in der Reihe.
- Zwischen den Reihen: 1,5 Meter zwischen den Reihen.
- Aussaattiefe : 1 bis 2 cm tief.
- Keimdauer : 5 bis 10 Tage.
- Ausdünnen : Nach dem Auflaufen ausdünnen, so dass nur eine Pflanze pro Horst übrig bleibt.
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Ort und Bedingungen :
- Unter Schutz : Im April in Töpfen säen, in Horsten von 3 bis 4 Samen. Diese Aussaat wird nicht empfohlen, da sie zu einem vorzeitigen Aufschießen führt.
- Freiland / ohne Schutz : Im Mai direkt an Ort und Stelle säen, in Horsten von 3 bis 4 Samen.
Pflege und Kultivierung
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Bodenvorbereitung: Vor dem Pflanzen gut verrotteten Mist oder Kompost einarbeiten.
- Umpflanzen: Die Pflanzen im Topf werden ins Freiland verpflanzt, wenn sie bereits 3 bis 4 Blätter gebildet haben und die Mindesttemperaturen nicht unter 12°C fallen.
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Bewässerung:
- Häufigkeit: Regelmäßige Bewässerung.
- Menge: Mäßige Bewässerung.
- Zeitraum: Bei besonders trockenem Frühling oder Sommer.
- Werkzeuge: Gießkanne und Hacke oder Harke.
- Hacken / Jäten / Anhäufeln / Mulchen: Im September auf 30 cm anhäufeln. Wenn der Boden sich zu erwärmen beginnt, muss sorgfältig gehackt* und gejätet* werden, anschließend mulchen, um den Boden frisch zu halten.
- Winterschutz: Man kann ihn im Winter wie die Artischocke mit einer Schicht Stroh oder Mist (z.B. Hühnermist) schützen, das schützt den Wurzelstock vor Frost und reichert den Boden für diese Pflanze an, die mehrere Jahre an Ort und Stelle bleiben kann. In diesem Fall produziert sie jedes Jahr von Mai bis Juni Köpfe wie eine Artischocke.
- Erntezeit: 5 bis 7 Monate nach der Aussaat für die Stiele, im zweiten Jahr für die Blütenköpfe.
- Pflanzenteil: Blütenköpfe und Stiele (entwickelte Blattstiele und Hauptrippen der Blätter).
- Stadium: Die Blütenköpfe werden im Frühsommer geerntet, bevor sich die Schuppen zu öffnen beginnen. Die Stiele werden vor dem ersten Frost und ihrem Verschwinden geerntet.
Anbautechniken
Fruchtfolge
Die Kardone werden in einer 3- bis 4-jährigen Fruchtfolge angebaut, abwechselnd mit Fabaceen wie Ackerbohnen, Bohnen oder Erbsen, die dem Boden Stickstoff zuführen.
Begleitpflanzen
Der beste Begleiter für die Kardone ist die Ackerbohne, aber sie gedeihen auch gut in Gesellschaft von Feldsalat, Spinat, Salat oder Radieschen.
Technische Handgriffe
Die Blattstiele der Kardone können vor der Ernte gebleicht werden. Dazu die Blätter zusammenbinden und etwa fünfzehn Tage vor der Ernte anhäufeln. Um das Wachstum der Kardone zu fördern, ist es außerdem ratsam, sobald ihre "Kugel" ausreichend entwickelt ist, die Feinwurzeln und äußeren Blätter zu entfernen.
Konservierung und Lagerung
- Methode: Die Stöcke müssen vor dem ersten Frost ausgegraben und an einem frostfreien Ort im Dunkeln gelagert werden.
- Dauer: Einige Wochen.
Verwendung der Kardone
- Kulinarisch: Die Stiele werden gekocht, als Saft, Gratins oder mit weißer Soße gegessen. Die Blütenköpfe können auch genau wie Artischocken verwendet werden.
Tipps und Tricks
Eine Kardone erreicht eine durchschnittliche Höhe von 1,5 bis 2 Metern. Daher sollte man den Pflanzort unter Berücksichtigung dieser Höhe sorgfältig auswählen.
Krankheiten und Schädlinge der Kardone
Krankheiten
Schädlinge
Die Kardone kann anfällig für Ramularia sein. Ihre Anwesenheit ist durch das Austrocknen des Laubs erkennbar und kann beispielsweise durch Sprühen von Bordeauxbrühe behandelt werden.
Die Kardone ist besonders anfällig für Blattlausbefall, dessen Auftreten beim Anbau nahezu unvermeidlich ist. Neben biologischen Bekämpfungsmaßnahmen mit Nützlingen wie Marienkäfern kann man beispielsweise mit schwarzer Seife sprühen, um ihre Ausbreitung zu stoppen, oder die ersten Befallsherde manuell entfernen.