Süßkartoffeln erfolgreich anbauen
Mehrjährige Pflanze mit kriechenden Stielen, die Knollen mit dünner Haut und süßem, orangefarbenem Fleisch bildet. Es gibt über 500 Sorten Süßkartoffeln, aber die Auswahl in Frankreich ist begrenzt.
Artikelübersicht
Ein wenig Geschichte über die Süßkartoffel
Lateinischer Name : Ipomoea batatas
Ordnung : Solanales
Familie : Windengewächse
Gattung : Ipomoea
Art : Süßkartoffel
Die Geschichte der Süßkartoffel
Wahrscheinlich aus Südamerika stammend, verbreitete sie sich in Polynesien und Asien und wurde dann von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht. In Frankreich gibt es sie erst seit 1750.
Heute wird sie in tropischen und subtropischen Zonen angebaut, wo sie eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Sie wird "Süßkartoffel" genannt, um sie von der Kartoffel zu unterscheiden. Sie ist die siebtgrößte landwirtschaftliche Produktion weltweit nach Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln, Gerste und Maniok.
Etymologie
Der Name "Süßkartoffel" stammt aus der Sprache der Taíno, eines indigenen Volkes der Karibik, das diese Knolle "Batata" nannte. Während der großen Entdeckungsreisen des 15. Jahrhunderts übernahmen die Spanier diesen Begriff und verbreiteten ihn in Europa. Das Wort "doux" (süß) wurde im Französischen hinzugefügt, um sie von der gewöhnlichen Kartoffel zu unterscheiden, die im allgemeinen Sprachgebrauch einfach "patate" genannt wird, obwohl sie zu einer anderen botanischen Familie gehört. Es ist interessant festzustellen, dass das Englische den Begriff "sweet potato" verwendet, der ebenfalls auf dieser Idee der Süße basiert und sich auf den charakteristischen süßen Geschmack ihres Fleisches bezieht. Diese Etymologie spiegelt die Geschichte der botanischen und sprachlichen Austauschprozesse wider, die mit der Entdeckung der Neuen Welt verbunden sind.
Synonyme und andere Namen: Batate (alter oder regionaler Begriff, nahe dem spanischen batata), patate sucrée (selten, manchmal verwendet, um den Geschmack zu betonen), chinesische Yamswurzel (nicht zu verwechseln mit der echten Yamswurzel, die zu einer anderen botanischen Familie gehört)
Geschmack
Süßliches, leicht mehliges Fleisch je nach Sorte, mit Noten von Kastanie oder Haselnuss. Einige orangefleischige Sorten haben einen süßeren und karamelligeren Geschmack, während weiß- oder violettfleischige Sorten milder und delikater sind.
Nährwerte
Reich an komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Provitamin A (Beta-Carotin), Vitamin C, Vitamin B6, Kalium und Antioxidantien. Fettarm. Moderater glykämischer Index.
Anekdoten
Die Süßkartoffel stammt aus Mittelamerika und wurde bereits vor über 5.000 Jahren angebaut. Sie war eines der ersten Lebensmittel, das nach der Entdeckung Amerikas nach Europa exportiert wurde. Im Gegensatz zur Kartoffel gehört sie zur Familie der Windengewächse. In Polynesien gelangte sie lange vor den Europäern an, ein Beweis für alte transozeanische Handelsbeziehungen.
Wichtigste Unterarten und Sorten
Beauregard (orangefarbenes Fruchtfleisch, sehr ertragreich)
Bonita (weißes Fruchtfleisch, hellrosa Schale)
Murasaki (lila Schale, weißes Fruchtfleisch)
O’Henry (weißes Fruchtfleisch, süßer Geschmack)
Violetta (violettes Fruchtfleisch, reich an Anthocyanen)
Wie baut man Süßkartoffeln an?
Technische Informationen
Schwierigkeitsgrad: 2/3
Pflanzdichte: 2 bis 4 Pflanzen/m²
Lebenszyklus: Mehrjährig in tropischem Klima, einjährig in gemäßigtem Klima angebaut
Vermehrungsart: Vegetativ durch Stecklinge ("Slips"), selten durch Samen
Bestäubungsart: Autogam oder allogam, aber selten unter europäischen Bedingungen
Gewicht für 1000 Samen: 250 bis 300 g (selten zur Vermehrung verwendet)
Klima und Boden
Klimazone und Winterhärte: Tropisch bis subtropisch; in Frankreich für mediterrane Zonen oder geschützten Anbau geeignet
Bodentyp: Leicht, locker, sandig-lehmig, reich an organischem Material
pH-Wert: Neutral bis leicht sauer (5,5 bis 6,5)
Feuchtigkeit: Frischer Boden ohne Überschuss, stehendes Wasser vermeiden
Exposition: Volle Sonne
Optimale Temperatur: 20 bis 30°C
Frostbeständigkeit: Keine; sehr frostempfindliche Pflanze
Wie gelingt die Aussaat?
Aussaatzeit: Februar bis März (unter beheiztem Schutz) zur Pflanzenanzucht
Aussaatart: Anbau von Slips aus Knollen
Keimtemperatur: 22 bis 28°C
Notwendigkeit einer Kältebehandlung: Nein
Einweichen: Nein, aber regelmäßiges Befeuchten
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Abstand:
In der Reihe: 30 bis 40 cm
Zwischen den Reihen: 80 bis 100 cm
Keimdauer: Ca. 2 bis 4 Wochen für die Slips
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Orte und Bedingungen:
Unter Schutz: Beheizt, hell, frostfrei
Freiland: Nach den letzten Frösten, aufgewärmter Boden (>15°C)
Pflege und Kultivierung
Bodenvorbereitung: Tiefgründig lockern, mit reifem Kompost anreichern
Vereinzeln: Nicht notwendig
Umpflanzen: Stecklinge im Mai-Juni nach den letzten Frösten pflanzen
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Bewässerung:
Häufigkeit: Regelmäßig, aber moderat
Menge: Überschüsse vermeiden
Zeitraum: Besonders zu Beginn der Kultur und bei Trockenheit
Unkraut jäten: Wichtig am Anfang, da junge Pflanzen wenig deckend sind
Hacken / Jäten / Anhäufeln / Mulchen: Anhäufeln möglich, Mulchen empfohlen, um die Feuchtigkeit zu halten und Unkräuter zu begrenzen
Winterschutz: Nicht notwendig, da Ernte vor dem Winter erfolgt
Erntezeit: Ende September bis Oktober, vor den ersten Frösten
Pflanzenteil: Knollen
Stadium: Sobald die Blätter vergilben
Durchschnittlicher Ertrag: 2 bis 4 kg/m²
Anbautechniken
Technische Maßnahmen
Der Anbau von Süßkartoffeln basiert im Wesentlichen auf vegetativer Vermehrung. Dazu werden „Slips“ (junge Triebe) aus Knollen gezogen, die in einer warmen und feuchten Umgebung platziert werden. Man legt einfach eine Knolle halb vergraben in feuchte Erde oder halb in ein Glas Wasser getaucht, mit der „Augenseite“ nach oben. Wenn die Triebe 15 bis 20 cm lang sind, werden sie vorsichtig entnommen und als Stecklinge verwendet. Im Freiland achtet man darauf, die Pflanzen gut anzuhäufeln, um die Knollenentwicklung zu fördern, und reduziert die Bewässerung am Ende der Kultur, um die Zucker in den Wurzeln zu konzentrieren.
Fruchtwechsel
Da die Süßkartoffel nährstoffreich ist, sollte sie erst nach 3 bis 4 Jahren wieder an derselben Stelle angebaut werden. Sie eignet sich gut als Nachfrucht für Leguminosen (Bohnen, Erbsen), die den Boden mit Stickstoff anreichern, sollte aber nicht nach oder vor Kulturen derselben Familie (Windengewächse) oder anderen, die anfällig für dieselben Krankheitserreger sind (wie Nachtschattengewächse), angebaut werden.
Begleitpflanzen
Die Süßkartoffel lässt sich gut mit wenig konkurrenzstarken oder vertikal wachsenden Kulturen kombinieren.
Mais: spendet leichten Schatten und strukturiert den Raum
Buschbohnen: binden Stickstoff und behindern die Entwicklung der Süßkartoffeln nicht
Studentenblume: vertreibt Nematoden und bestimmte Schadinsekten
Vermeiden Sie Kürbisse und andere stark wuchernde Rankpflanzen.
Tipps und Tricks
Beginnen Sie früh mit der Produktion der Slips (Februar-März), um im Mai kräftige Pflanzen zu haben.
In kühleren Klimazonen verwenden Sie schwarze Plastikfolien oder dunklen Mulch, um den Boden zu erwärmen.
Schneiden Sie rankende Triebe leicht zurück, um die Energie, die für das Laub aufgewendet wird, zu begrenzen und die Wurzelbildung anzuregen.
Lassen Sie die Knollen nach der Ernte einige Stunden in der Sonne trocknen, um Fäulnis während der Lagerung zu vermeiden.
Konservierung und Lagerung
Methode: Nach der Ernte die Knollen einige Stunden in der Sonne trocknen lassen und anschließend an einem trockenen, dunklen, gut belüfteten Ort zwischen 12 und 16 °C lagern. Vermeiden Sie zu niedrige Temperaturen (unter 10 °C), die Fäulnis begünstigen.
Dauer: Bis zu 4 bis 6 Monate bei optimalen Bedingungen. Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand der Knollen, um solche zu entfernen, die weich werden oder verfaulen.
Verwendung der Süßkartoffel
Kulinarisch: Sehr vielseitig in der Küche, wird sie als Püree, Pommes frites, Suppe, geröstet, als Chips oder auch in Desserts (Kuchen, Flan, Marmelade) gegessen. Ihr süßlicher Geschmack passt sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Zubereitungen.
Andere Verwendung: Die jungen Blätter können gekocht wie Spinat gegessen werden. Einige Sorten werden auch als Tierfutter verwendet.
Krankheiten und Schädlinge der Süßkartoffel
Krankheiten
Schädlinge
Knollenfäule: Verursacht durch Bodenpilze wie Fusarium oder Rhizopus, besonders bei feuchten Bedingungen oder verletzter Ernte.
Echter Mehltau: Seltenes Auftreten, aber bei trockenen und warmen Bedingungen am Laub möglich.
Falscher Mehltau: Weniger häufig, aber bei längeren feuchten Klimabedingungen möglich.
Wurzelgallennematoden: Verursachen Deformationen und Ertragsverluste. Fruchtwechsel und abweisende Pflanzen empfohlen.
Erdflöhe: kleine, springende Käfer, die Löcher in das Laub fressen
Erdraupen (Eulenraupen): befallen junge Pflanzen oder Stängel
Wühlmäuse: lieben reife Knollen im Boden
Milben: können Blattdeformationen verursachen
Minierfliegen: verursachen Gänge in den Blättern, im Allgemeinen aber nicht sehr schwerwiegend