perilla

Perilla erfolgreich anbauen

Die Perilla wird sowohl in Beeten wegen ihrer Farben als auch im Gemüsegarten zum Verzehr ihrer Blätter angebaut. Diese buschige Pflanze kann etwa 1 Meter hoch werden. Ihre ovalen, breiten und flaumigen Blätter sind je nach Sorte grün oder purpurfarben. Als Gewürz begleitet Perilla mit ihrem würzigen Geschmack Fleisch und Fisch, aber auch Salate. Sie wird viel in der japanischen Küche verwendet, wo sie Shiso genannt wird.

Ein wenig Geschichte über die Perilla oder den Shiso

  • Lateinischer Name: Perilla frutescens

  • Ordnung: Lippenblütlerartige

  • Familie: Lippenblütengewächse

  • Gattung: Perilla

  • Art: Perilla

perilla

Die Geschichte der Perilla oder des Shiso

Die Perilla, ursprünglich aus Südostasien stammend, ist eine Pflanze, die natürlich vom Himalaya bis nach Birma wächst. Sie wird in China und Japan seit der Antike angebaut und konsumiert.
In Japan ist Shiso so bekannt, dass sein Name verwendet wird, um die gesamte Familie der Lippenblütler zu bezeichnen. In den Vereinigten Staaten kam sie in den 1800er Jahren mit japanischen und koreanischen Migranten an. Zuerst als Gewürz konsumiert, wurde die Perilla später zur "Desinfektion von Fleisch" verwendet, was ihr den Namen "Beefsteak-Pflanze" einbrachte.
In Frankreich ist sie unter den Namen Perilla oder Pérille bekannt, manchmal auch als "wilder Sesam".

Etymologie

Der Begriff Shiso bedeutet auf Chinesisch "Perilla". Das Wort Perilla, eine Verkleinerungsform des lateinischen Pera (Beutel), bezieht sich auf die Form der Frucht.

Geschmack

Der Geschmack der Perilla ist eine einzigartige Mischung aus Koriander, Anis und Zimt.

Nährwerte

Shiso ist reich an Omega-3-Fettsäuren und vor allem an Antioxidantien.

Anekdoten

Die Perilla wird manchmal als "natürliche Insektenschutzpflanze" bezeichnet, da ihre Blätter einen Geruch abgeben, der Mücken und andere Schädlinge abwehrt – ein wahrer Verbündeter im Garten ohne Pestizide!

Wie man Perilla oder Shiso anbaut

Technische Informationen

  • Schwierigkeitsgrad: 1

  • Dichte: 9 bis 12 Pflanzen / m².

  • Lebenszyklus: Einjährig.

  • Fortpflanzungsart: Geschlechtlich.

  • Bestäubungsart: Selbstbestäuber.

Klima und Boden

  • Klimazone und Winterhärte: Die Perilla passt sich allen französischen Klimatypen an.

  • Bodentyp: Leichter, frischer und humusreicher Boden.

  • pH-Wert: Neutraler Boden.

  • Feuchtigkeit: Gut durchlässiger Boden.

  • Exposition: Sonnig.

  • Temperatur: Die Anbautemperatur sollte 5 °C nicht unterschreiten. Darunter müssen die Pflanzen in einem Wintergarten oder einem frostfreien Gewächshaus untergebracht werden.

  • Frostbeständigkeit: Die Perilla verträgt weder Kälte noch Frost. Ihre Entwicklung stoppt unter 10 °C und die Pflanze stirbt unter 5 °C ab.

Wie gelingt die Aussaat?

  • Aussaatzeit: Von März bis Mai.
  • Aussaatart: Breitwürfig aussäen.
  • Keimtemperatur: 20°C.
  • Notwendigkeit einer Kälteperiode: Eine Kälteperiode ermöglicht ein homogeneres und schnelleres Keimen, ist aber nicht unbedingt erforderlich.
  • Einweichen: Die Keimung der Perilla ist langwierig und launisch. Ein 24-stündiges Einweichen in Wasser verbessert die Keimung.
  • Abstand:
    • In der Reihe: 30 cm in der Reihe.
    • Zwischen den Reihen: 30 cm zwischen den Reihen.
  • Aussaattiefe: Kaum bedeckt.
Perilla
  • Keimzeit: 2 bis 4 Wochen.
  • Ausdünnen: Kein Ausdünnen erforderlich.
  • Standort und Bedingungen :
    •  Unter Schutz: Im Frühling oder Herbst unter Schutz in Saatschalen breitwürfig aussäen*. Die Saatschalen sollten an einem warmen und hellen Ort aufgestellt werden.
    •  Freiland / ohne Schutz: Perilla wird nicht direkt ins Freiland gesät. Es müssen zuerst Pflanzen an einem warmen Ort herangezogen und dann ins Freiland verpflanzt werden.

Pflege und Kultivierung

  • Bodenvorbereitung: Den Boden vor der Pflanzung lockern und anreichern.
  • Umpflanzen: Perilla-Pflanzen in einzelne Töpfe umpflanzen, wenn sie 2 bis 3 echte Blätter haben. Ins Freiland umpflanzen, wenn sie mindestens 10 bis 15 cm groß sind und keine Frostgefahr mehr besteht.

  • Bewässerung:

    • Häufigkeit: Regelmäßiges Gießen.

    • Menge: Mäßiges, nicht übermäßiges Gießen an der Basis.

    • Zeitraum: Während der gesamten Kulturzeit.

  • Werkzeuge: Gießkanne und Gartenschere.

  • Hackeln / Jäten / Anhäufeln / Mulchen: Nach der Pflanzung eine dicke Mulchschicht anbringen, um den Boden feucht zu halten.

  • Winterschutz: Im Frühjahr die Pflanzen bei Bedarf mit einem Winterschutzvlies vor Kälte schützen.

  • Erntezeit: Von Juli bis Oktober.

  • Pflanzenteil: Von der Perilla werden die Blätter verzehrt.

  • Stadium: Etwa 4 Monate nach der Aussaat ernten.

Unsere Auswahl an Bio-Perillapflanzen 👇

perilla

Anbautechniken

Fruchtwechsel

Da Perilla nicht sehr anspruchsvoll ist, kann sie mehrere Jahre hintereinander am selben Standort bleiben.

Begleitpflanzen

Perilla versteht sich gut mit Tomaten, Paprika und Auberginen, da sie dazu beitragen kann, bestimmte Schädlinge abzuwehren. Sie ist auch mit Basilikum und Bohnen kompatibel. Es ist jedoch besser, sie nicht in der Nähe von Fenchel zu pflanzen, da dieser ihr Wachstum hemmen kann.

Technische Handgriffe

Die Pflanzen regelmäßig entspitzen, um die Verzweigung wie beim Basilikum zu fördern.

Konservierung und Lagerung

  • Methode: Nach Bedarf ernten.
  • Dauer: Nach dem Pflücken halten sich Perillablätter sehr schlecht. Daher wird empfohlen, nach und nach zu ernten. Es ist möglich, die Blätter zu trocknen, um sie zu Pulver zu zerkleinern und Gerichte zu würzen.

Verwendung von Perilla oder Shiso

  • Kulinarisch: Die Blätter können roh, gekocht oder getrocknet verzehrt werden. Sie passen zu herzhaften und süßen Salaten und können auch in Smoothies gemixt werden. Perilla findet sich vor allem in der asiatischen Küche, wie zum Beispiel in den berühmten Nem, Sashimi, Phõ oder Tempura.
  • Sonstiges: Perilla ist eine ausgezeichnete Bienenweide. Darüber hinaus ist ihr Öl bekannt für seine Wirksamkeit gegen Frühlingsallergien wie Heuschnupfen, Rhinitis oder Pollenallergie.

Tipps und Tricks

Wie viele Pflanzen aus der Familie der Lamiaceen ist Perilla eine wichtige Quelle für ätherische Öle und natürliche Antibiotika. Sie findet sich daher in Aromatherapie-, Parfümerie- und Kosmetikprodukten.
Perilla kann zur Herstellung von Speiseöl verwendet werden (die Sorte Egoma eignet sich besonders gut dafür).
Sie ist auch ein hervorragender Lebensmittelfarbstoff für die rote Sorte, dank des anthocyanischen Pigments (Perillanin-Chlorid), das insbesondere in Japan verwendet wird.
Perilla ist auch als starkes Antiseptikum, Lebensmittelkonservierungsmittel, Quelle für industrielles Citral und schließlich als starkes Süßungsmittel, bis zu 2000-mal stärker als normaler Zucker, dank Perillartin, bekannt.

Krankheiten und Schädlinge der Perilla oder des Shiso

Krankheiten

Schädlinge

Perilla scheint keine Krankheiten zu fürchten.

Perilla ist anfällig für die klassischen Schnecken und Nacktschnecken. Um sie von den Kulturen fernzuhalten, können Fallen (wie eine Schale Bier) aufgestellt oder ein Streifen aus Asche, Kaffeesatz oder Eierschalen ausgelegt werden.

Zurück zum Blog