Wie man Kletten erfolgreich anbaut
Die Klette ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu 2 m hoch werden kann. Als verbesserte Form der Wildklette besitzt sie eine fleischige Wurzel, die bis zu 5 cm Durchmesser erreichen kann. In Europa wurde die Klette wegen ihrer Wurzel verzehrt und zu medizinischen Zwecken verwendet.
Artikelübersicht
Ein wenig Geschichte über die Klette
Lateinischer Name : Arctium lappa
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Gattung: Arctium
Art: Klette
Die Geschichte der Klette
Die Klette stammt aus Asien und Europa. Im Mittelalter sehr geschätzt, geriet sie in Westeuropa in Vergessenheit, ist aber in Japan immer noch sehr präsent. Die ersten Spuren des menschlichen Konsums reichen bis ins Mesolithikum zurück. Die Klette ist eines der wichtigsten und ältesten Heilmittel der Ethnomedizin. Sie gehörte zudem zu den empfohlenen Pflanzen im Capitulare de Villis im Mittelalter.
Etymologie
Der wissenschaftliche Name der Gattung "Arctium" leitet sich vom griechischen "arktos" (Bär) ab, möglicherweise wegen ihres struppigen Aussehens. Das Epitheton "lappa" stammt vom griechischen "lambanô" ab, was "anhaften" bedeutet, in Anspielung auf die mit Haken versehenen Blütenköpfe, die ihre Verbreitung fördern. Der volkstümliche Name "Bardane" stammt vom mittelalterlichen lateinischen "bardana" ab.
Synonyme und andere Namen
Gobo, Grindkraut.
Geschmack
Die Klette hat einen Geschmack, der dem des Schwarzwurzel ähnelt, dem der Artischocke nahekommt und leicht süßlich ist.
Nährwerte
Die Klettenwurzel ist reich an Kaliumnitrat und Inulin. Inulin soll krebshemmende und entgiftende Eigenschaften besitzen.
Anekdoten
Die mit Stacheln besetzten Früchte der Klette bleiben an Pelzen und Kleidung haften, was Georges de Mestral 1948 zum berühmten Klettverschluss inspirierte.
Hauptunterarten und -sorten
Außer der japanischen Sorte "Tokinogawa long" gibt es nur sehr wenige Sorten, die der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Wie baut man Klette an?
Technische Informationen
- Schwierigkeitsgrad : 2
- Dichte : 10 Pflanzen / m².
- Lebenszyklus: Zweijährig
- Fortpflanzungsmodus: Sexuell
- Art der Bestäubung: Bevorzugt Selbstbestäubung, aber auch Fremdbestäubung durch Insekten möglich.
- Gewicht für 1000 Samen: Ca. 8 bis 15 Gramm.
Klima und Boden
- Klimazone und Winterhärte: Die Klette passt sich an alle französischen Klimazonen an.
- Bodentyp: Tief, reichhaltig, feucht und locker.
- pH-Wert: Ton-kalkhaltig, aber so wenig sauer wie möglich.
- Feuchtigkeit: Den Boden feucht halten.
- Exposition: Sonnig bis halbschattig.
- Temperatur: Die Klette verträgt Temperaturen bis zu -25°C.
- Frostbeständigkeit: Die Klette verträgt zu heiße und zu trockene Sommer schlecht. Der Boden muss feucht gehalten werden, da ein zu großer Wasserstress sie für den Verzehr ungeeignet macht: Sie wird dann zu hart und faserig.
Wie gelingt die Aussaat?
- Aussaatzeit: Von April bis Juli, wobei die Aussaat im Juli die besten Ergebnisse liefert.
- Aussaatmethode: In Horsten säen
- Keimtemperatur: 20°C.
- Notwendigkeit einer Kälteperiode: Nicht notwendig.
- Einweichen: Es ist möglich, die Klettensamen 24 Stunden vor der Aussaat einzuweichen, um die Keimrate zu erhöhen.
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Pflanzabstand
- In der Reihe: 30 cm
- Zwischen den Reihen: 30 cm
- Saattiefe: 1 cm tief
- Keimzeit: 8 bis 30 Tage.
- Ausdünnen: Auf 30 cm in alle Richtungen ausdünnen.
- Standort und Bedingungen
- Unter Schutz: Die Klette wird normalerweise nicht unter Schutz gesät.
- Freiland: Sie wird direkt an Ort und Stelle gesät, in Horsten von 3 Samen, mit einem Abstand von 30 cm in alle Richtungen.
Pflege und Instandhaltung der Kulturen
- Bodenvorbereitung: Aufgrund ihrer sehr langen Pfahlwurzel benötigt die Klette eine Bodenlockerung von mindestens 50 cm Tiefe. Außerdem wird empfohlen, den Boden vor dem Anbau gut mit Kompost oder gut verrottetem Mist zu versorgen.
- Umpflanzen : Ein Umpflanzen ist nicht erforderlich.
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Bewässerung
- Häufigkeit: Regelmäßige Bewässerung
- Menge: Reichliche Bewässerung, besonders in Trockenperioden.
- Zeitraum: Wenn es zu heiß und trocken ist.
- Werkzeuge: Gießkanne und Hacke oder Harke.
- Jäten/Anhufen/Mulchen: Zu Beginn der Produktion wird das Jäten empfohlen. Eine Mulchschicht im Sommer kann die Bewässerungsfrequenz reduzieren und den Boden schön kühl halten.
- Winterschutz: Die Klette wird im Winter nicht angebaut, daher sind keine Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
- Erntezeit: Von Juli bis Oktober und im Frühjahr.
- Pflanzenteil: Die Stängel, die jungen Blätter, aber vor allem die Wurzeln sind die Teile der Klette, die verzehrt werden.
- Stadium: Die Blütenstiele werden im Frühjahr geerntet. Die jungen Blätter werden im Stadium der jungen Pflanze geerntet. Die Wurzeln, das am häufigsten verwendete Produkt der Klette, werden 3 bis 4 Monate nach der Aussaat geerntet.
- Durchschnittlicher Ertrag : Eine Klettenpflanze produziert eine Wurzel, die maximal bis zu 1 Meter lang und 5 cm Durchmesser erreichen kann.
Anbaumethoden
Fruchtfolge
Eine Fruchtfolge von 4 bis 5 Jahren ist für die Klette wünschenswert.
Begleitpflanzen
Die Klette, die ihre Begleitpflanzen dank ihrer Blätter, die ein natürliches Fungizid enthalten, vor Mehltau schützt, ist im Gemüsegarten neben den Gemüsesorten, die am anfälligsten dafür sind, willkommen: Tomaten, Kartoffeln, Salat usw.
Technische Handgriffe
- Es wird empfohlen, die Blütenstiele zu entfernen. Wenn sie sich wohlfühlt, sät sie sich selbst aus und kann schnell wuchern.
- Die Klette mag keine Unkräuter, daher muss regelmäßig gejätet werden.
Tipps und Tricks
Die jungen frischen Radieschenblätter sind ein echter Genuss, in Butter geschwenkt oder "auf italienische Art" gebraten.
Saisonaler Anbau: Frühlingsradieschen werden als saisonale Radieschen bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn sie von März bis Juni gesät und von Mai bis August geerntet werden. Dies gilt für die Sorten: De Croissy, Marteau, Milan Rouge, Petrowski.
Spätanbau: Herbst- und Winterradieschen werden als späte Radieschen bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn sie von Juli bis Oktober gesät und von September bis Dezember geerntet werden. Dies gilt für die Sorten: Blanc globe à collet violet, Jaune boule d'or, Marteau, Noir long de Caluire, Petrowski.
Konservierung und Lagerung
- Methode: Die Klettenwurzeln werden kühl gelagert. Die jungen Blätter und Stiele können nicht gelagert werden.
- Haltbarkeit: Im Gegensatz zu anderen Wurzeln ist die Klettenwurzel nur wenige Tage haltbar.
Verwendung der Klette
- Kulinarisch : Die jungen Klettenblätter werden wie Spinat gegessen. Die Blütenstiele werden wie Mangoldstiele zubereitet. Die Wurzeln können wie Schwarzwurzeln zubereitet werden. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden. Die Japaner kochen sie eine Stunde lang in gesalzenem kochendem Wasser und braten sie dann in der Pfanne goldbraun.
- Sonstiges: Vom Mittelalter bis heute können in Überlebenstechniken die großen Blätter der Klette als Toilettenpapier verwendet werden.
Krankheiten und Schädlinge der Klette
Krankheiten
Schädlinge
- Die Klette scheint keine Krankheiten zu fürchten.
- Man muss sie vor Schnecken und Nacktschnecken schützen, zum Beispiel mit einem Aschestreifen oder Eierschalen.